Die beiden Produktlinien RPC 120 und RPC 250 unterstützen Sie gezielt in der Herstellung von anspruchsvollen Wendeschneidplatten und anderen Hartmetall-Präzisionsteilen.
Sie sind mit allen ROBOWORKER Automationssystemen kombinierbar.
Hier erfahren Sie mehr über Ausstoßprinzip, Software und Regelungstechnik.

Der Vorteil dieses Prinzips liegt darin, dass hierbei die Matrize fix ist und sich Ober- und Unterstempel auf nur einer Achse bewegen. Beim häufig verbreiteten Abzugsprinzip bewegen sich mit Matrize und Oberstempel jedoch zwei Achsen, die jeweils Schleppfehler generieren und sich somit auf die Bahnkurven auswirken.
Bildlich dargestellt:


Darüber hinaus ist die Dichteverteilung und die Position der neutralen Phase durch die völlig frei programmierbaren Stempelbewegungen optimal steuerbar.
Haltezeiten vor dem Entlasten und Ausstoßen reduzieren sich erheblich bzw. entfallen.
Das Prinzip wird in unseren Pressen von einem entsprechenden mechanischen Aufbau unterstützt, der höchste Systemsteifigkeit und Belastbarkeit garantiert und kraftübertragende Elemente von Führungselementen trennt.
Damit das Ausstoßprinzip seine kompletten Vorzüge ausspielen kann, bedarf es jedoch einer einzigartigen hochentwickelten Software und Regelungstechnik.
Das eigens von ROBOWORKER entwickelte Dynamic Torque Management unterstützt eine hochpräzise Positionsregelung, die wiederum kontinuierlich von einem nanometer-genauen Messsystem überwacht und angepasst wird. Die Positionsabweichungen von Soll- und Ist-Presskurve liegen in den prozesskritischen Bereichen unter 10 µm!
Der kontrollierte und aufeinander abgestimmte Bewegungsablauf von Ober- und Unterstempel ermöglicht eine hochgradige Kontrolle über die Verdichtungs- und Ausformbewegungen für rissfreie Presslinge. Er basiert auf Polynomen 7. Ordnung, die jeden Ruck eliminieren und Bewegungsabläufe noch glatter, quasi „seidenweich“ machen.


Für maximale Effizienz am Arbeitsplatz sorgen u.a.
Damit werden Einrichtzeiten und potenzielle Fehler durch Bediener-Eingaben signifikant reduziert und Synergien zwischen Presse und Automation gezielt genutzt.
Auftragsanlage und Werkzeugauswahl sind bedienerfreundlich konzipiert und können ohne Programmierkenntnisse oder auch über einen QR-Code-Scanner vorgenommen werden.

Manchmal ist ein „besserer Prozess“ nicht alles, was eine Maschine leisten muss. Häufig wird von einer neuen Anlage erwartet, dass sie einen bewährten, bestehenden Prozess zuverlässig abbildet. Die RPC erfüllt beide Anforderungen.
Durch die Möglichkeit, vorhandene Presskurven anderer Anlagen zu emulieren, lassen sich Werkzeuge, die speziell auf bestimmte Verdichtungsprozesse optimiert wurden, auf der RPC genauso betreiben wie zuvor auf anderen Pressen.
Darüber hinaus bietet die Bedienoberfläche umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Diese können kundenseitig angepasst werden und ermöglichen einen schnellen, vertrauten und sicheren Umgang mit der Maschine.
Das modulare Produktemanagement unterteilt das Produkt in relevante Module und ermöglicht damit eine zentrale Definition und Wiederverwendung von Prozessmodulen über tausende Pressprodukte hinweg. Änderungen können automatisch auf alle relevanten Produkte übertragen werden, wobei weitere produktspezifische Daten ebenfalls berücksichtigt werden. Beispielsweise bei Werkzeugwechsel, Füllschuhwechsel oder Programmänderungen berechnet die RPC die passende Bahnkurve automatisch.


Die Echtzeit-3D-Simulation der Pressbewegungen - der digitale Zwilling von Presse und Werkzeug - überprüft die Produkt-Programmierung und sorgt somit für eine Produktoptimierung schon vor dem ersten Pressen. Dies und die Möglichkeit, während des aktuellen Auftrags einen weiteren Auftrag vorzubereiten, reduzieren die Einrichtzeit erheblich.
Die 3D-Darstellung gewährt einen Blick ins Werkzeuginnere – und das nicht nur als einfache Animation, wie vielfach bekannt, sondern als µ-genaue Simulation.
Die Presse optimiert die Bahnkurve automatisch, wo immer möglich, für minimale Zykluszeiten. So wird zum Beispiel der Startzeitpunkt des Oberstempels mit dem Füllschuh synchronisiert, sodass ein Sicherheitsabstand von 10 mm niemals unterschritten wird. Das Ergebnis ist eine hochpräzise Synchronbewegung, die in der Realität so knapp wirkt, dass sie den Betrachter fast erschrecken lässt.

Als zentrale, kostenintensive Komponenten der Pulverpresse erfordern Presswerkzeuge besonderen Schutz im Betrieb, um ihre Lebensdauer zu sichern und Prozesssicherheit zu gewährleisten. ROBOWORKER Pressen überprüfen Bedienereingaben und korrigieren Werkzeugeingaben, stoppen die Anlage bei mechanischen Problemen automatisch und punkten mit weiteren automatischen Schutzfunktionen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse!